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AGC Automotive Americas und FORT Robotics kündigen Fernfahrprogramm in Detroit mit versteckter und transparenter, in die Fahrzeugscheiben integrierter Antenne an

Detroit, Michigan — AGC Automotive Americas hat heute gemeinsam mit FORT Robotics (ehemals Mapless AI) die Einführung seiner versteckten, in die Fahrzeugscheibe integrierten 4G/5G-Nachrüstantenne im Rahmen eines Live-Fernfahrprogramms auf öffentlichen Straßen in der Transportation Innovation Zone (TIZ) von Detroit bekannt gegeben. Der Einsatz markiert den Übergang von den Demonstrationen auf der CES 2026 zum aktiven Betrieb unter realen Bedingungen und unterstützt die Fernsteuerung von Fahrzeugen.
Das Programm in Detroit gilt als eine der derzeit wenigen Implementierungen eines Systems für ferngesteuerte Fahrzeuge, das für den Betrieb auf US-amerikanischen Straßen zugelassen ist und eine versteckte, transparente, in die Fahrzeugscheiben integrierte Antenne nutzt. Diese wurde entwickelt, um die häufig bei Teleoperationssystemen im Straßenbetrieb eingesetzten, sperrigen Dachmodule für die Konnektivität überflüssig zu machen.

Von der Live-Demonstration zum Straßeneinsatz

Die CES-Demonstration im Januar zeigte ein nachrüstbares Fernfahrsystem im Live-Betrieb und verdeutlichte, wie in Fahrzeugscheiben integrierte Antennen die für Teleoperationen erforderliche Kommunikation mit hoher Bandbreite und geringer Latenz unterstützen können — ohne zusätzliche sichtbare Hardware auf dem Fahrzeugdach. Die Demonstration stieß in der Branche auf großes Interesse und legte den Grundstein für den Praxiseinsatz in Detroit.
AGC ist gemessen am Marktanteil der weltweit größte Hersteller von Automobilglas. Die globalen Forschungs- und Entwicklungsteams des Unternehmens für Konnektivität entwickeln, testen und validieren seit den 1970er-Jahren integrierte Antennendesigns für führende Automobilhersteller. Angesichts der sich wandelnden Trends zur intelligenten Mobilität in der heutigen Automobilindustrie entwickelt das Unternehmen Lösungen für die Kunden und Anwendungsfälle von morgen und arbeitet dabei mit FORT Robotics an diesem Proof of Concept im Straßenbetrieb, der auf zukünftige Anwendungen in Serienfahrzeugen von OEMs ausgerichtet ist.
Nach der Übernahme von Mapless AI durch FORT Robotics im Mai dieses Jahres ist dieses Konzept nun in den Live-Betrieb auf öffentlichen Straßen übergegangen. Die Antennenarchitektur von AGC unterstützt dabei aktiv den Fernbetrieb unter realen Fahrbedingungen.
Die ursprünglich von Mapless AI entwickelte Fernfahrplattform ist inzwischen Bestandteil der umfassenden Trust Layer for Physical AI von FORT Robotics. Diese umfasst Lösungen für aktive Sicherheit an Bord, Human-in-the-Loop-Steuerung und Outside-in-Sicherheit. Die versteckte Konnektivitätslösung von AGC nutzt ein verteiltes Antennendesign mit mehreren versteckten und transparenten 5G-Antennen, die in den Ecken der Windschutzscheibe und der Heckscheibe integriert sind. Dieses verteilte Design trägt zu einer stabileren Verbindung bei und unterstützt damit Sicherheit und Betriebsverfügbarkeit.
Zusammen verfügen AGC Automotive Americas und FORT Robotics nun über ein besonders differenziertes Fernbetriebs-Kit, das keine zusätzliche externe Karosserieantenne benötigt und problemlos bei kompatiblen Bestandsflotten nachgerüstet oder künftig nativ in OEM-Fahrzeuge integriert werden kann.
CES 2026: Ein Fahrer von Mapless AI steuert ein mit einer AGC-Antenne ausgestattetes Fahrzeug in Detroit aus dem Messestand in Las Vegas ferngesteuert
Bildnachweis: Autoline Daily — Autoline on the Road – „Driving a Car That’s 2,000 Miles Away“

OEM-Anwendungsfälle mit konkretem Mehrwert

Operative Effizienzsteigerungen, Verbesserungen der Sicherheit und monetarisierbare Mobilitätsdienste gehören heute zu den wichtigsten Interessensfeldern der Akteure im Bereich der automobilen Mobilität. Teleoperationsdienste können Flottenbetreibern und OEMs ermöglichen, in all diesen Bereichen zusätzlichen Mehrwert zu schaffen.
OEMs können Anwendungsfälle zur Kostensenkung sowohl für Pkw als auch für Nutzfahrzeuge in Betracht ziehen, beispielsweise fahrerlose Auslieferungen am Ende der Produktionslinie und Fahrzeugtests während der Produktionsphase. Über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs hinweg können OEMs künftig auch monetarisierbare Endkundendienste wie einen ferngesteuerten Chauffeur anbieten.
Flottenbetreiber können neue Mobilitätsfunktionen in bestehende Flotten integrieren, beispielsweise die Lieferung von Mietfahrzeugen nach Hause oder zu Flughäfen. Fernfahren ermöglicht diesen Flotten zudem weitere betriebliche Effizienzsteigerungen, etwa durch die Reduzierung von Ausfall- und Stillstandszeiten. Am Ende der Fahrzeuglebensdauer bleibt der Wiederverkaufswert erhalten, da keine Löcher in die Außenkarosserie gebohrt werden müssen, um Dachantennen zu montieren.
Betreiber von Robotaxis und autonomen Lkw können ein zusätzliches Sicherheitsinstrument für den Umgang mit akuten Notfallsituationen erhalten, beispielsweise wenn ein Fahrzeug im Verkehr zum Stillstand gekommen ist. US-amerikanische Regulierungsbehörden fordern zunehmend weitere Sicherheitsprotokolle für Robotaxis, und Teleoperation kann für bestimmte Anwendungsfälle eine wichtige Option darstellen.
„Fernbetrieb und Fernüberwachung können Flotteneigentümern und OEMs bereits heute erhebliche Effizienzsteigerungen und neue Umsatzmöglichkeiten eröffnen und gleichzeitig die Grundlage für die zukünftige Skalierung autonomer Fahrzeuge schaffen“, sagte Philipp Robbel, VP of Product Engineering bei FORT Robotics. „Die Trust Layer von FORT stellt die erforderlichen Grundlagen für Sicherheit, Steuerung und Kommunikation bereit, um diese Anwendungsfälle in großem Maßstab zu unterstützen.“

Elegante Integration mit Blick auf die Endnutzer

Herkömmliche Konfigurationen für teleoperierte Fahrzeuge erfordern häufig auf dem Dach montierte Antennen und Modemsysteme, die das Erscheinungsbild des Fahrzeugs verändern und gleichzeitig die Installationskomplexität und -kosten erhöhen — bei Nachrüstungen ist häufig sogar das Bohren von Löchern in die Fahrzeugkarosserie erforderlich.
Ein integrierter Antennenansatz auf Basis der Fahrzeugscheiben ermöglicht den Einsatz von Fernfahrsystemen, ohne das übliche Erscheinungsbild von Fahrzeugen für Endkunden zu verändern. Dadurch eignet sich die Lösung für Mietwagenflotten, Mobilitätsanbieter und zukünftige Anwendungen zur Unterstützung autonomer Fahrzeuge.
„Fernfahren entwickelt sich zu einem echten Bedarf und einer echten Chance für die automobile Mobilität. AGC Automotive Americas denkt voraus und entwickelt die Konnektivitätsarchitektur mit Blick auf zukünftige Verbraucher und Flottenbetreiber“, sagte ein Sprecher von AGC. „Sperrige Antennenhardware an der Außenseite macht das Fahrzeug für diese Interessengruppen weniger attraktiv und reduziert gleichzeitig den Wiederverkaufswert auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Unsere Lösung adressiert beide Probleme.“

Heute nachrüsten, morgen in OEM-Fahrzeuge integrieren

Ein zentraler Aspekt des Programms in Detroit ist die Fähigkeit des Systems, sowohl Nachrüstungs- als auch zukünftige OEM-Anwendungsfälle abzudecken. Der aktuelle Einsatz lässt sich einfach im Aftermarket installieren und zeigt, dass Betreiber von Mobilitätsflotten Fernfahrdienste für bestehende, kompatible Flottenfahrzeuge einführen können, ohne deren Außendesign zu verändern oder den zukünftigen Wiederverkaufswert zu beeinträchtigen.
Parallel dazu bereiten AGC Automotive Americas und FORT Robotics Designs mit in die Fahrzeugscheibe integrierten Antennen für die direkte Integration in OEM-Produktionsprogramme vor. Dadurch können Fernfahrsysteme zu einem nativen Bestandteil zukünftiger softwaredefinierter Fahrzeuge werden.
Dieser duale Ansatz ermöglicht es, die Technologie bereits heute in bestehenden kompatiblen Flotten einzusetzen und sie gleichzeitig für zukünftige OEM-Fahrzeuge weiterzuentwickeln.
Versteckte und transparente Varianten der 4G/5G-Nachrüstantenne von AGC Automotive Americas

Design und Validierung: AGC-Anechoikkammer und Tests im Straßenbetrieb

Vor dem Einsatz im Straßenverkehr wurden das AGC-Antennensystem und die Fernfahrplattform von FORT gemeinsam anhand einer Kombination aus Tests in der AGC-Anechoikkammer und realen Straßentests validiert. Die Indoor-Umgebung von AGC für die reflexionsfreie Ganzfahrzeugprüfung in Ypsilanti, Michigan, ermöglichte es den Ingenieuren, die erwartete Leistung unter kontrollierten HF-Bedingungen präzise zu modellieren und zu optimieren. Dadurch konnten die anschließenden Praxistests unter realen Fahrbedingungen genauer und effizienter durchgeführt werden.
R&D-Ingenieure von AGC testen Antennendesigns im R&D-Zentrum des Unternehmens in Ypsilanti, Michigan

Möglichkeiten für den Einsatz erkunden

AGC Automotive Americas und FORT Robotics stehen derzeit mit Flottenbetreibern, Mobilitätsanbietern und Automobil-OEM-Partnern im Austausch, die an der Evaluierung des Praxiseinsatzes von Technologien für den Fernbetrieb von Fahrzeugen interessiert sind. Kontaktieren Sie uns, um mehr über OEM- und Aftermarket-Integrationen für Flotten sowie über entsprechende Design-, Test- und Validierungsdienstleistungen zu erfahren.

Über AGC Automotive Americas

AGC Automotive ist ein weltweit führendes Unternehmen für Automobilglas und fortschrittliche Materialien und entwickelt integrierte Lösungen für vernetzte, elektrische und softwaredefinierte Fahrzeuge. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Tokio verfügt weltweit über den höchsten Marktanteil im Bereich Automobilglas und bietet Lösungen sowie F&E-Dienstleistungen für die weltweit größten OEMs und fortschrittlichen Mobilitätsflotten. AGC Automotive Americas verantwortet die regionalen Aktivitäten in den Bereichen Vertrieb, F&E und Geschäftsentwicklung. Das Unternehmen ist Teil der AGC Group, die weltweit rund 57.000 Mitarbeiter beschäftigt und mit ihren Aktivitäten in mehr als 30 Ländern einen Jahresumsatz von rund 13 Milliarden US-Dollar erzielt.

Über FORT Robotics

FORT Robotics ist The Trust Layer for Physical AI und verfolgt das Ziel, autonome Maschinen so sicher, geschützt und zuverlässig zu machen, dass sie gemeinsam mit Menschen in großem Maßstab eingesetzt werden können. Eine Partnerschaft mit FORT ermöglicht Roboterherstellern und Endnutzern, Sicherheit zu zertifizieren, Effizienz zu maximieren und die Geschwindigkeit bis zur Markteinführung zu erhöhen.
Seit der Gründung im Jahr 2018 hat sich FORT zu einem führenden Anbieter von Sicherheitslösungen für die Robotikbranche entwickelt. Die Lösungen kommen in den Bereichen Lagerhaltung, Transport, Fertigung, Bauwesen, Landwirtschaft, Bergbau, Energie, Verteidigung und weiteren Branchen zum Einsatz. FORT verfügt über 25 Patente und hat mehr als 19.500 Einheiten bei einer weltweiten Kundenbasis von über 600 Kunden eingesetzt, darunter führende Unternehmen ihrer jeweiligen Kategorie aus dem Fortune-500-Umfeld.
Weitere Informationen unter www.fortrobotics.com
AGC-Medienkontakt
Terry Yim
terence.yim@agc.com
Medienkontakte FORT Robotics
Tim Smith und Diane Whitlow
media@fortrobotics.com